MS-Tablette Gilenia (FTY720) kurz vor US-Zulassung, aber FDA warnt vor Nebenwirkungen

Morgen diskutiert ein beratender Ausschuss der FDA über seine Empfehlung für Gilenia, so die vorgeschlagene Handelsbezeichnung für FTY720 bzw. Fingolimod. ... weiterlesen

Cannabis-Spray Sativex ab Mitte 2010 in GB und Spanien

Sativex, Cannabis-Spray    Bild:
   Conselleria de Sanitat

"Sativex", das Cannabis-Präparat, welches unter die Zunge gesprayt wird, um dadurch Spastiken und andere MS-Sypmtome zu verringern, ist in zwei europäischen Ländern in die letzte Phase des Zulassungsprozesses eingetreten: Die Zulassung soll noch im Juni 2010 erfolgen, mit einer Markteinführung von Sativex in Spanien wird dann in der zweiten Jahreshälfte 2010 gerechnet.

Sativex-Vertrieb in Europa

Der Vertrieb in Europa erfolgt über Bayer (UK) und Spaniens Almirall (restliches Europa), welche jeweils Lizenzabkommen mit den Entwicklern von Sativex, GW Pharmaceuticals aus Großbritannien, geschlossen haben. ... weiterlesen

Cladribin-Tabletten zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose: Zulassung beantragt

Merck hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA die Zulassung von Cladribin beantragt.
Mit der Zulassung sei bestenfalls Ende 2010, vermutlich Anfang 2011 zu rechnen.

CDP323: Phase II Studie beendet, Entwicklung abgebrochen

Neben den sich häufenden PML-Fällen unter Tysabri (siehe z.B. hier) muss Biogen Idec einen weiteren Rückschlag vermelden: Die gemeinsam mit der belgischen UCB entwickelte und als Hoffnungsträger in die Phase II Studie gegangene Substanz CDP323 (wir berichteten, Wikipedia) hat bei Abschluss der Studie keine signifikante Wirkung gezeigt, die Entwicklung wird abgebrochen.

FTY720: Umsatz mit MS-Tablette soll 2012 bereits über 600 Mio. USD liegen

In der aktuellen Saison der Quartalsergebnissen und zum Start des Jahreskongresses der American Academy of Neurology, will Novartis mit Zahlen beeindrucken, die keinen MS-Patienten so richtig jubeln lassen. ... weiterlesen

Wer hat die erste MS-Tablette und Kiffen auf Rezept: Sammelsurium

Merck (Cladribine, PDF) und Novartis (Fingolimod/FTY720) lieferten zuletzt einen Showdown, wer die erste Tablette als Multiple Sklerose-Therapie auf den Markt bringt (Cladribine ab Mitte 2009 und FTY720 ab Ende des Jahres?), vor allem natürlich, um die Finanzmärkte zu beeindrucken und um den eigenen Aktienkurs zu stützen.
Wer englisch kann, möge sich die Weblogs der beiden TRANSFORMS Studienteilnehmer ansehen: Kim's Mandatory Rest Period und Fingolimod & Me. Beide bieten Einblicke, wie man sie im deutschsprachigen Web bisher nicht findet. ... weiterlesen

FTY720 Studie TRANSFORMS zeigt höhere Wirksamkeit als Avonex®

Novartis hat mit oral einzunehmenden FTY720 das nächste MS-Blockbuster-Präparat einen Schritt weiter zur Marktreife gebracht: Die TRANSFORMS Studie zeigt eine um 52% verringerte Schubrate und wird gut vertragen. Die Zulassung in der EU ist für Ende 2009 geplant, die Placebo-kontrollierten Phase III Studien FREEDOMS und FREEDOMS II laufen weiter.
Nun suchen wir noch etwas für die restlichen 48% Schubrate ...

Oral verabreichtes Fumarat (BG00012) mildert schubförmig-remittierende Multiple Sklerose

Eine Phase-II-Studie konnte nachweisen, dass oral verabreichtes Fumarat (BG00012) die mit der schubförmig verlaufenden multiplen Sklerose (RRMS) verknüpfte MRI-Aktivität (per Magnetresonanztomographie gemessen) erheblich verringern kann. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien werden nun erwartet. Professor Ludwig Kappos vom Schweizer Universitätsspital Basel und Kollegen stellen die Ergebnisse in einem aktuellen Artikel vor.
Quelle: The Lancet (DE)

Alemtuzumab (Campath) regeneriert Gehirnzellen!

 N E W S F L A S H 

Das in der Testphase befindliche MS-Medikament Alemtuzumab (Campath) [Wikipedia/EN] bewies seine Wirksamkeit in einer seit drei Jahren laufenden Phase III Studie, berichtet der britische Neurologe Alasdair Cole von der Universität Cambridge/England der Nachrichtenagentur Reuters.
Es sehe so aus, als ob das Medikament dazu führe, dass sich Gehirnzellen regenerierten ...
Update 24.10.2008:
sueddeutsche.de bezeichnet Alemtuzumab als "Hoffnungsträger mit Risiko" (Danke an andrea für den Hinweis!) ... weiterlesen

Cladribin-Tabletten bei Multipler Sklerose in Zulassungsstudie

Merck startet eine zweite Phase-III-Zulassungstudie zu den oral zu verabreichenden Clabridine-Tabletten bei Multipler Sklerose.
Bei der US-Behörde für Arzneimittelsicherheit FDA befindet sich Cladribin (Mylinax) schon im beschleunigten Prüfverfahren.
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Neues Kontrastmittel Gadofluorine M bildet MS-Läsionen besser ab

Prof.Dr. Martin Bendszus von der Neuroradiologie der Uni HeidelbergVon wegen Sommerloch: Für Multiple Sklerose Patienten gibt es derzeit viele Nachrichten zu Fortschritten in der MS-Forschung.

So gelang es im Tiermodell, bislang meist unerkannt gebliebene Gewebeschäden durch Multiple Sklerose mit Hilfe eines neuen Kontrastmittels im MRT sichtbar machen. ... weiterlesen

Copaxone (Glatirameracetat): Doppelte Dosis hilft doch nicht besser

Wie FAZ.net heute berichtet, hat eine Phase-3-Studie ("FORTE") gezeigt,
dass die Verdopplung der Dosis auf 40 mg keine Verbesserung der Rückfallrate bringt.
Dies teilte das Unternehmen Teva heute mit. ... weiterlesen

Laquinimod als Tablette gegen MS

Laquinimod DevelopmentÜber die bereits erwähnte Substanz Laquinimod gibt es gute Studienergebnisse. Laquinimod ist ein neues MS-Medikament in der Entwicklung. Es wird wie Fingolimod oral als Tabletten eingenommen.


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Rituximab versagt bei PPMS (Studie)

Die Hersteller von Rituxan (Rituximab), Genentech und Biogen Idec geben bekannt, dass Rituximab für primär-progrediente MS nach einer 96 Wochen dauernden Studie als nicht erfolgreich eingeschätzt wird. ... weiterlesen

Intrathekale TCA-Therapie bei MS: Erfahrungen gesucht

Eine Zuschrift des Lesers "stephan" lenkte unseren Blick auf eine seit langem bekannte, symptomatische Therapie von Multiple Sklerose:
Die intrathekale TCA-Therapie.

Er fragt:
Ich habe nächste Woche meinen ersten Termin zur intrathekalen Cortison-Gabe. Was ich bisher Gutes darüber gehört habe, lässt mich hoffen, meine Gehfähigkeit zu verbessern. Allerdings habe ich von Nebenwirkungen wie Potenzproblemen und schlimmen Kopfschmerzen gehört. Ist da was dran oder ist das eher Panikmache?
Wir rufen unsere geneigten LeserInnen auf, eigene Erfahrungen mit dieser Therapieform hier in den Kommentaren einzuwerfen.
Eine kleine Liste von Links auf deutschsprachige Seiten zum Thema TCA-Therapie (auch als "ITT" abgekürzt) haben wir in der Langfassung dieses Beitrags zusammengestellt. ... weiterlesen

Rituximab bei MS: Radiobeitrag von SWR2 Campus

Rituximab (wir berichteten), das der Krebsbehandlung entspringt, zeigte erstaunlich gute Studienergebnisse bei MS-Patienten, die auf andere Therapien nicht ansprachen (sogenannte Non-responders). Ein ca. 5-minütiger Radiobeitrag von SWR2 Campus erklärt Wirkungen und spricht mit beteiligten Wissenschaftlern. ... weiterlesen

Entwicklung von MBP8298 durch Lilly-Einstieg gestärkt

Der Pharma-Gigant Eli Lilly steigt in die Entwicklung von BioMS's MBP8298 ein und erwirbt exklusive Lizenzrechte. Dieser Schritt deutet an, dass bald eine neue viel versprechende MS-Therapie verfügbar sein könnte: zwei Phase-III Studien laufen für progrediente Multiple Sklerose und eine Phase-II Studie für schubförmige Verlaufsformen.

MBP8298 ist ein synthetisches Myelinbasisches Protein (daher "MBP"), das aus 17 Aminosäuren besteht. Es wird alle 6 Monate intravenös verabreicht und soll "5 Jahre bringen", d.h. den Krankheitsverlauf entsprechend verzögern.

Herzlichen Dank an Rainer F. für den Hinweis! ... weiterlesen

Pharma-Schnipsel: Fampridin-SR und Copaxone

Acorda Therapeutics, Inc. gab heute bekannt, dass die Patientenrekrutierung für die Phase 3 der klinischen Studie zu Fampridine-SR bei der Multiplen Sklerose (MS)-Therapie abgeschlossen ist. Mit ersten Ergebnissen wird im 2. Quartal 2008 gerechnet. Fampridin-SR wird oral verabreicht und soll die Gehfähigkeit von MS-Patienten deutlich verbessern.

Auch Teva empfiehlt nun die Copaxone-Therapie in einem sehr frühen Krankheitsstadium zu beginnen: Eine Studie mit 481 Patienten zeigte, dass nur 25% der Patienten, die nach den ersten Symptomen mit Glatirameracetat behandelt wurden, eine klinisch gesicherte MS entwickeln gegenüber 43% der Placebo-Gruppe, was einer Reduktion um 44% entspricht. Ein zweiter Schub trat in der Copaxone-Gruppe erst nach durchschnittlich 722 Tagen auf, während die Placebo-Gruppe diesen bereits nach durchschnittlich 336 Tagen entwickelte.

Betaferon-Abschreibung von 152 Mio. Euro belastet Bayer

Bayer gibt den Plan auf, eine höher dosierte Version seines umsatzstärksten Medikaments, Betaferon, auf den Markt zu bringen. Eine Studie habe keine höhere Wirksamkeit des mit fast 1 Mrd. Euro Umsatz bedeutsamsten Bayer-Produkts gegenüber der bisherigen Dosierung ergeben, schreibt die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe. ... weiterlesen

Antikörper rHIgM22 repariert Myelin bei Mäusen, neues MS-Blog

Der [monoklonale] Antikörper [rHIgM22] bindet am Myelin und auf der Oberfläche von Hirn- und Rückenmarkzellen und stimuliert dadurch tatsächlich die Remyelinisierung.
schreibt das Ärzteblatt unter Bezug auf Forscher der Mayo Clinic in Rochester/USA. Mit klinischen Studien will man zunächst vorsichtig sein und nennt daher auch keinen möglichen Start derselben. (Gefunden via 2XIEME COULEUR ("zweite Farbe")) ... weiterlesen

Neue MS-Medikamente: Was ist in der Pipeline?

Der Benutzer "dignan" hat im August 2005 im This Is MS Forum eine exorbitante Liste an MS-Medikamenten, die in der Pipeline sind, erstellt. Diese Liste hat sie/er nun auch ganz aktuell (Stand: 26. September 2007) auf einer eigenen Website publiziert und umfasst zugelassene Therapien genauso wie "Off-label"-Präparate (Therapien, die nicht für Multiple Sklerose entwickelt wurden). Am umfangreichsten ist jedoch die Liste der Phase-I, -II und -III Studien sowie Wirkstoffe, die sich in der prä-klinischen Erprobung befinden. ... weiterlesen

Neue Therapie-Erfolge bei Multipler Sklerose

Der ärztliche Leiter der Abteilung für Neurologie an der Berliner Charité, Prof. Dr. Karl M. Einhäupl, und Prof. Hans-Peter Hartung von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berichten im Deutschlandfunk über neue Behandlungserfolge bei Multipler Sklerose. ... weiterlesen