Hallo zusammen, mehr durch Zufalle bin ich auf Euren Chat/Forum aufmerksam geworden und nach fast 6 jähriger Zusammenarbeit mit eben dieser Nathalie Todenhöfer, brennt es mir auf den Nägeln und liegt es mir auf der Zunge zu diversen Anfeindungen zu Nathalies Person, ihrer Herkunft, ihrem Krankheitsbild und UNSERER Stiftung auch einmal einen/meinen Beitrag zu leisten. Ich habe Nathalie vor nun knapp 6 Jahren kennengelernt. Damals war sie 20 Jahre alt und hat gerade ihre Diagnose MS bekommen. Als ich Nathalie das erste Mal gesehen habe, habe ich vielleicht auch für einen Moment gedacht: jung, hübsch, privilegiert - die kann gar nicht krank sein...Was für ein Irrglaube, denn auch ich musste lernen, dass Menschen die krank sind nicht unbedingt krank aussehen müssen. Nathalie ist hier keine Ausnahme. Sie hat Symptome, die ihren Alltag genügend beeinträchtigen. Sie macht Therapien, die sie auch an anderen Stellen ihres Körpers sichtlich beeinträchtigen...Vergangen sind 6 Jahre, in denen ich viel über die Krankheit MS gelernt habe und vor allem Nathalie als einen Menschen kennengelernt habe, der weder Egotrips fährt, noch unter Beschäftigungsmangel leidet. Wir haben die Nathalie Todenhöfer Stiftung zusammen aufgebaut, haben einen kleinen Büroraum kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen und unterstützen im Jahr ca. 600 MS-Patienten, deren Geschichte und Anliegen wir natürlich vorher eingehend prüfen müssen. Hinzu kommen täglich ca. 30 Emails, 5 neue Unterstützungsanträge und jede Menge Patienten, die anrufen um einfach nur ein bisschen Zuspruch zu bekommen. Wenn man bedenkt, dass Nathalie und ich auch heute noch nur zu zweit in dieser Stiftung arbeiten und Nathalie sich trotz ihrer eigenen Geschichte tagtäglich mit der Krankheit beschäftigt, dann sind Bezeichnungen wie "Wundermacherin" einfach nur unverschämt. Was soll ein junges Mädchen denn noch mehr machen, als ein wenig "Bekanntheit" auszunützen um anderen Menschen ("...denen es viel schlechter geht wie mir" s.a. HP NT-Stiftung) mit dem selben Schicksal zu helfen. Es spricht vielleicht auch für sich, dass in den letzten 6 Jahren auch nur ca. 10 Anträge von uns abgelehnt werden musste, da sie mit dem Stiftungszweck nicht zu vereinbaren waren. Die Theorie mit KVs und PKVs ist vielleicht richtig, nur leider sieht die Praxis oft anders aus. Wir versuchen immer zu helfen, wenn andere Kostenträger nicht unterstützen wollen und können und daran kann sich wohl niemand stören. In anderen Foren wird davon gesprochen, dass man die Nathalie Todenhöfer Stiftung z.B. nicht im Stiftungsverzeichnis finden kann...- hat sich schon mal jemand überlegt, dass so etwas Geld kostet und wir für solche Dinge kein Geld ausgeben?! Ich könnte jetzt noch ewig schreiben, nur dafür fehlt uns hier einfach die Zeit. Wir helfen lieber unseren Patienten. Vielleicht benötigt ja auch jemand aus den diversen Foren, die sich nur zu häufig über Nathalies Arbeit lustig machen, auch mal unsere Hilfe. Zum Abschluß: Ihr seid jederzeit bei uns Herzlich Willkommen!