Cannabis, Marihuana und Multiple Sklerose: positive Effekte erneut bestätigt

Download Festival 2006 - Spliffs 2 Ein Dauerbrenner in den MS-Nachrichten keimt wieder Mal auf:
Cannabis und seine Wirkung auf Multiple Skerose. (Wir berichteten bereits in der Vergangenheit, u.a. 2007 und im Februar 2009).
Dieser Artikel trägt die aktuellen Quellen zusammen, beleuchtet Zusammenhänge und versucht, Fragen aufzuwerfen -- Fragen, die von unseren LeserInnen in den Kommentaren gerne (auch anonym) diskutiert werden dürfen.

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Männer sind Schweine (weil sie ihre kranken Frauen im Stich lassen)

Scheidung    Bild von jcoterhals via Flickr

Männer verlassen ihre Frauen bei schweren Erkrankungen weit häufiger als umgekehrt. Eine unbequeme Wahrheit, über die beim Wheelchair Kamikaze bereits vor zwei Monaten berichtet wurde:
Jede fünfte Beziehung geht dann zu Bruch, ergab eine Studie der University of Washington und der University of Utah. Umgekehrt bleiben Frauen sehr viel öfter bei einem erkrankten Partner - sie trennen sich trotz der belastenden Situation in weniger als jedem 30. Fall.
(Netdoktor.de bezugnehmend auf den Artikel in der Fachzeitschrift CANCER, siehe auch in der New York Times)

Fett-sein in der Jugend verdoppelt Risiko eines späteren Multiple Sklerose-Ausbruchs

Teenager beissen in BurgerForscher der Harvard School of Public Health (Boston, USA) berichten in einem BBC-Interview von ihren Studienergebnissen aus der Beobachtung von 238.000 Frauen über einen Zeitraum von 40 Jahren: Diejenigen Frauen, die im jungen Erwachsenenalter einen Body-Mass-Index von über 30 hatten, verfügen über ein doppelt so hohes Risiko später an MS zu erkranken. ... weiterlesen

MS im englisch-sprachigen Internet

MS im InternetMarc, der Wheelchair Kamikaze aus New York, kann neben dem Filmen und Schreiben auch gut Recherchieren und hat seine Liste "MS on the Internet" von April 2009 ergänzt mit "More MS on the Internet".
Wer sich im US-amerikanischen Web zum Thema Multiple Sklerose umsehen möchte, findet mit diesen beiden Listen einen prima Ausgangspunkt:

News-Überblick August

Birgit Bauer bloggt über ihre MSBrigitte-Blog, Blutdrucksenker bei MS und ein US-Amerikaner lässt sich waterboarden.

Seit 8. Juli 2009 lässt Brigitte.de Birgit Bauer über ihre MS bloggen.
Wissenschaftler testen an Mäusen erfolgreich Medikamente, die eigentlich den Wasserhaushalt und den Blutdruck regulieren, schreiben die Ärztezeitung, SWR2 (mit Radiobeitrag) und viele Andere mit Bezug auf zwei im Juli ins PNAS aufgenommenen wissenschaftliche Artikel.
PNAS doi:10.1073/pnas.0903602106 und doi:10.1073/pnas.0903958106.
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CCSVI: Chronische Gehirn-Kreislauf-Insuffizienz als neues MS-Modell?

Prof. Paolo ZamboniWas sich zunächst unglaublich anhört, könnte bald "eine ganz dicke Ueberaschung in Sachen MS" werden, mailt heute unsere Leserin Arne aus Neuseeland.
Vereinfacht ausgedrückt: Ein Team um Prof. Paolo Zamboni (Foto) hat bereits 2006 herausgefunden, dass bei (manchen/allen?) MS-Patienten der venöse Abfluss von Blut aus dem Gehirn ins Herz gestört ist.. Prof. Zamboni ist nun der Auffassung, dass eine CCSVI die Schwere und Progression der MS erhöht, weil das venöse System seine Aufgabe, Giftstoffe aus dem zerebralen Bereich abzutransportieren, unzureichend erfüllt.

CCSVI: Puzzlestück oder Schabernack?

Ist CCSVI das nächste große Puzzlestück im MS-Verständnis und dadurch der Schrecken deren, die mit bemühter Immunmodulation bisher einen Haufen Geld verdienen? Oder halbgarer Schabernack eines fachfremden Mediziners, der doch von neurologischen und Autoimmun-Krankheiten keine Ahnung hat?

Es findet sich eine Vielzahl von englischsprachigen Quellen: Aufsätze, Forenbeiträge und sogar Therapien, die wir hier als Überblick und zur geschätzten Diskussion bereit stellen. Im deutschen Sprachraum ist das Interesse bisher noch nicht sehr groß. ... weiterlesen

Multiple Sklerose-Forschung: TH17-Botenstoff scheidet als MS-Auslöser aus

Wie verschiedene Medien gestern berichten, ist der Botenstoff Interleukin-17 und die zugehörigen TH17-Immunzellen als nicht verantwortlich für die Multiple Sklerose identifiziert:
Dies wird in der Fachwelt vermutlich zu einem Umdenken führen, denn damit konnten wir eine populäre Hypothese nicht bestätigen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind jedoch sehr wichtig für die Entwicklung zukünftiger Behandlungsstrategien von Autoimmunerkrankungen des Gehirns. Denn der Fokus sollte sich im Zusammenhang mit MS weg vom Interleukin-17 hin zu anderen Zytokinen bewegen. (Klinikum Uni Mainz)


MRI-Läsionen gehen MS-Symptomen um Jahre voraus

Deutsches Ärzteblatt meldet zur Aussage von zufälligen MRT-Befunden bei neurologisch ansonsten unauffälligen PatientInnen: Weiter führende Links dort.

Oral verabreichtes Fumarat (BG00012) mildert schubförmig-remittierende Multiple Sklerose

Eine Phase-II-Studie konnte nachweisen, dass oral verabreichtes Fumarat (BG00012) die mit der schubförmig verlaufenden multiplen Sklerose (RRMS) verknüpfte MRI-Aktivität (per Magnetresonanztomographie gemessen) erheblich verringern kann. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien werden nun erwartet. Professor Ludwig Kappos vom Schweizer Universitätsspital Basel und Kollegen stellen die Ergebnisse in einem aktuellen Artikel vor.
Quelle: The Lancet (DE)

Alemtuzumab (Campath) regeneriert Gehirnzellen!

 N E W S F L A S H 

Das in der Testphase befindliche MS-Medikament Alemtuzumab (Campath) [Wikipedia/EN] bewies seine Wirksamkeit in einer seit drei Jahren laufenden Phase III Studie, berichtet der britische Neurologe Alasdair Cole von der Universität Cambridge/England der Nachrichtenagentur Reuters.
Es sehe so aus, als ob das Medikament dazu führe, dass sich Gehirnzellen regenerierten ...
Update 24.10.2008:
sueddeutsche.de bezeichnet Alemtuzumab als "Hoffnungsträger mit Risiko" (Danke an andrea für den Hinweis!) ... weiterlesen

Antikörper rHIgM22 repariert Myelin bei Mäusen, neues MS-Blog

Der [monoklonale] Antikörper [rHIgM22] bindet am Myelin und auf der Oberfläche von Hirn- und Rückenmarkzellen und stimuliert dadurch tatsächlich die Remyelinisierung.
schreibt das Ärzteblatt unter Bezug auf Forscher der Mayo Clinic in Rochester/USA. Mit klinischen Studien will man zunächst vorsichtig sein und nennt daher auch keinen möglichen Start derselben. (Gefunden via 2XIEME COULEUR ("zweite Farbe")) ... weiterlesen

Neue MS-Medikamente: Was ist in der Pipeline?

Der Benutzer "dignan" hat im August 2005 im This Is MS Forum eine exorbitante Liste an MS-Medikamenten, die in der Pipeline sind, erstellt. Diese Liste hat sie/er nun auch ganz aktuell (Stand: 26. September 2007) auf einer eigenen Website publiziert und umfasst zugelassene Therapien genauso wie "Off-label"-Präparate (Therapien, die nicht für Multiple Sklerose entwickelt wurden). Am umfangreichsten ist jedoch die Liste der Phase-I, -II und -III Studien sowie Wirkstoffe, die sich in der prä-klinischen Erprobung befinden. ... weiterlesen

MRI/MRT-Geräte: Video zur Funktion und Sicherheit



Nichts für ängstliche Gemüter -- so ein Magnet ist ganz schön mächtig. (Video auf englisch, bei 0.59 Min. geht es richtig los)

Gen für Multiple Sklerose entdeckt (Update)

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, haben mehrere Forschungsgruppen herausgefunden, dass MS-Patienten MS-Patienten eine bestimmte Variante eines Gens wesentlich häufiger aufweisen als Gesunde. Update: Inzwischen berichten auch weitere deutschsprachige Medien über die Gen-Entdeckung. ... weiterlesen

Alpha B-Crystallin (CYRAB): AMSEL.de berichtet

Der neueste Stern am Himmel der MS-Forschung, das Protein Alpha B-Crystallin (CYRAB), über das kürzlich schon berichtet wurde, wird nun auch von der AMSEL beschrieben. ... weiterlesen

AlphaB-crystallin: Stanford-Forscher klären die Rolle des Proteins bei Multipler Sklerose

Ein Forscher-Team an der Uni Stanford um Prof. Lawrence Steinman gibt in einer gestern veröffentlichten Presseerklärung bekannt, dass sie die Rolle des Proteins AlphaB-crystallin bei Multipler Sklerose klären konnten. ... weiterlesen

f5m: 5 Mio. australische $ für die Multiple Sklerose-Forschung

Sieht das nur so aus oder sind MS-Betroffene im englischsprachigen Ausland einfach umtriebiger?

Die "Foundation 5 Million" (f5m) versucht, 5 Mio. australische Dollar zusammen zu bekommen, um sie direkt in die MS-Forschung zu geben.
Parties sind gut für dich
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FTY720 (Fingolimod), Fampridin-SR, Rituximab, Laquinimod: Berichte von der AAN 2007

Bereits vor einigen Tagen brachte die DMSG eine ausführliche Zusammenfassung der AAN Jahrestagung in Boston hinsichtlich diskutierter MS-Therapie- und Prognose-Ansätzen sowie zu Messmethoden der Krankheitsaktivität.
Heute kondensierte die AMSEL den teilweise länglichen DMSG-Artikel aufs Nötigste und berichtet von den Studienergebnissen von den ersten oral einzunehmenden MS-Medikamenten wie FTY720 (Fingolimod, verbessert auch Depressionen) oder Laquinimod (38% weniger aktive Herde). ... weiterlesen

Bremst Cannabis den MS-Verlauf langfristig?

BBC's Radio 4 wöchentliche Interview-Serie "Case Notes" von letztem Dienstag führte über 30 Minuten lang Gespräche mit Prof. Alan Thompson (Neurologie, London), mehreren MS-Patienten und Prof. John Zajicek (Peninsula Medical School) über Multiple Sklerose, deren Verlaufsformen und über bewährte und neue Therapie-Ansätze. Dabei erzählte Prof. Zajicek interessante Details aus jüngsten Cannbinoid-Studien. ... weiterlesen

Verhindert Glucosamin-ähnliche Nahrungsergänzung den Krankheitsfortschritt bei Multiple Sklerose?

Ein heute veröffentlichtes Studienergebnis der University of California, Irvine/USA, lässt (nicht nur) Befürworter einer Ernährungsumstellung bei MS aufhorchen: Eine spezielle Form von Glucosamin mit der genauen Bezeichnung N-acetylglucosamine (GlcNAc) erzielte im Tierversuch erstaunliche Resultate bei Multiple Sklerose und Diabetes (Typ-1).
Doch wie genau soll das funktioneren? ... weiterlesen

MS-Simulator von Biogen Idec

Welcher gesunde Mensch kann schon nachfühlen, wie es einem Multiple Sklerose-Patienten geht und wie es sich anfühlt, an den klassischen MS-Symptomen zu leiden? Um zu verdeutlichen, wie dringend an effizienten Behandlungsformen geforscht werden muss, hat Biogen Idec nun vier MS-Simulatoren entwickelt. ... weiterlesen

Steigender Frauen-Anteil bei Multiple Sklerose Erkrankungen

Während im Jahr 1940 von drei MS-Erkrankten zwei Frauen waren (also ca. 66%), stieg diese Quote im Jahr 2000 auf vier Frauen bei fünf Erkrankungen (also ca. 80%). Diese neue Erkenntnis wurde anlässlich der jährlichen Tagung der American Academy of Neurology präsentiert, die ab morgen bis zum 5. Mai in Boston/USA stattfindet. ... weiterlesen