Londoner Studie: Umweltbedingungen haben starken Einfluss auf das Risiko, an MS zu erkranken

Wie das Multiple Sclerosis Journal berichtet, erkranken Schwarzafrikaner und Südasiaten, wenn sie in London leben, um ein Vielfaches mehr an MS als in ihren ursprünglichen Herkunftsregionen.

Bei über 900.000 registrierten Patienten in East London sind knapp 800 an MS erkrankt. Über alle Geschlechter und Ethnien entspricht das einer Quote von 111/100.000. Für die weiße Bevölkerung wurden 180/100.000, für schwarze Menschen 74/100.000 und für Südasiaten 29/100.000 erhoben.

Verglichen mit der höchsten Verbreitung, die für afrikanische Länder südlich der Sahara bekannt ist, 0,24/100.000 in Ghana, ist das ein Vielfaches mehr. Auch verglichen mit Indien (7/100.000) oder Pakistan (5/100.000) liegt die Quote in East London für diese Bevölkerungsgruppe mit 29/100.000 wesentlich höher.

Der Studienleiter, Dr. Klaus Schmierer, sagt:

wenn wir ein eindeutiges Cluster an Risikofaktoren und deren proportionale Relevanz festlegen könnten, könnten Maßnahmen entwickelt werden, diese Faktoren zu ändern oder ganz zu eliminieren – um dadurch die MS potenziell komplett auszurotten, was unser letztendliches Ziel ist.



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