Fett-sein in der Jugend verdoppelt Risiko eines späteren Multiple Sklerose-Ausbruchs

Teenager beissen in BurgerForscher der Harvard School of Public Health (Boston, USA) berichten in einem BBC-Interview von ihren Studienergebnissen aus der Beobachtung von 238.000 Frauen über einen Zeitraum von 40 Jahren: Diejenigen Frauen, die im jungen Erwachsenenalter einen Body-Mass-Index von über 30 hatten, verfügen über ein doppelt so hohes Risiko später an MS zu erkranken.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Gewicht während der Adoleszenz (13. bis 24. Lebensjahr), -- im Unterschied zum Gewicht in Kindheit und Erwachsenenalter -- einen entscheidenden MS-Risikofaktor darstellt.
sagt die Autorin der Studie, Kassandra Munger.

Sie untersuchte bereits 2004 den Zusammenhang von Vitamin-D-Einnahme und Multiple Sklerose mit ähnlichen Ergebnissen.
Die Wissenschaftler botenen [...], dass Fettsucht mit niedrigen Werten dieses Vitamins in Zusammenhang steht. Sie nehmen an, dass Fettgewebe Substanzen produziert, die das Immunsystem beeinflussen. Auch damit könnte eine Verbindung zu einer möglichen Erkrankung hergestellt sein.
schreibt hierzu derStandard.at.

Eine Verbindung zur Ernährung taucht in der MS-Forschung immer wieder auf. Ich frage mich, ob es nur durch die bloße Überversorgung mit Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten zum erhöhten MS-Risiko kommt oder ob die Gruppe mit hohem Body-Mass-Index einfach über die schiere Nahrungsmenge Risiko-fördernde Nahrungsbestandteile (wie z.B. gesättigte Fettsäuren oder Industriefette im Allgemeinen) im Übermaß erhielten. Auch die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf die männliche Bevölkerung wäre interessant zu untersuchen.

Foto mit Creative Commons Lizenz von Flickr-BenutzerIn bhenak.

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