Magnetresonanzspektroskopie zur MS-Früherkennung

Wie die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn vorgestern bekannt gab, besteht mit der Magnetresonanzspektroskopie eine Möglichkeit, Multiple Sklerose sehr frühzeitig zu diagnostizieren und damit die Chance, auch schon sehr früh auf eine "drohende" MS zu reagieren.

N-Acetyl-Aspartat (tNAA) kommt in intakten Neuronen in deutlich größerer Menge vor als in Fasern, die bereits angegriffen sind. "Diese Änderung der tNAA-Menge lässt sich spektroskopisch messen", erklärt Dr. Frank Träber. Stark verminderte tNAA-Konzentrationen scheinen auf ein hohes Risiko hinzuweisen, bereits kurze Zeit nach den ersten Symptomen eine gesicherte MS zu entwickeln.
Interessanterweise liegen diese Läsionen oft in ganz anderen Gebieten, als nun in der MR-Spektroskopie auffällig wurden. "Wahrscheinlich spiegeln die sichtbaren Schädigungen nur eine Facette von MS wieder", sagt Mike Wattjes. "Viele Krankheitsaktivitäten laufen anscheinend viel subtiler ab - in Hirnbereichen, die scheinbar noch völlig gesund sind."
Was uns wieder einmal vor Augen führt, dass das Verständnis der der MS zu Grunde liegenden Prozesse immer noch nicht sehr weit gediehen ist ... Mehr Infos zum Thema:

Kommentare


Seien Sie die/der Erste, die/der einen Kommentar zu diesem Eintrag hinterlässt!


Kommentar schreiben