Neue Therapie-Erfolge bei Multipler Sklerose

Der ärztliche Leiter der Abteilung für Neurologie an der Berliner Charité, Prof. Dr. Karl M. Einhäupl, und Prof. Hans-Peter Hartung von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berichten im Deutschlandfunk über neue Behandlungserfolge bei Multipler Sklerose.

Zum Abschluss 80. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin sendete das Deutschlandradio gestern einen Bericht zu neuen Therapien und ihre Chancen in der MS-Behandlung.
Eine ganz neue Substanz, die jetzt seit wenigen Monaten sozusagen, in der klinischen Benutzung ist, ist ein Mittel, das das Immunsystem unterdrückt, und dieses Mittel wird bei Patienten, die einen besonders raschen Verlauf haben, zukünftig eingesetzt werden.
Der Schutz sei um ein Vielfaches besser als bei bisherigen Basistherapien:
[Es gibt] eine große Studie, die eine Reduktion des Risikos um 80 Prozent gezeigt hat, und dass ist schon sehr effektiv, muss man sagen.
Mehr als dass es sich um ein Protein handelt, mit dem bereits 23.000 Patienten behandelt wurden, wird nicht verraten. Mit einer Zulassung sei in ca. drei Jahren zu rechnen.

Außerdem wird berichtet über eine "eine ganz starke Aktivität dahin gehend, das man eben versucht, Reparatur auch von eingetretenem Schaden zu bewirken"-- ein Ansatz, auf den viele Betroffene mindestens genauso sehnsüchtig warten wie auf eine zuverlässige Therapie, die den Krankheitsfortschritt stoppt.

Den Artikel gibt es beim Deutschlandradio auch zum Anhören und als Podcast.

Kommentare


Das hört sich aber nach Tysabri an ... Zitat Deutschlandfunk: "Drei Patienten haben in den ersten Studien schwere Hirninfektionen durch Viren bekommen, weil ihr Immunsystem zu stark unterdrückt war. Seitdem das neue Medikament es nicht mehr mit anderen Multiple-Sklerose-Medikamenten kombiniert wird, ist es jedoch sicher."

#1 19. September 2007 (Antwort)

Jago

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