Nach 42 Jahren Multiple Sklerose zu krank fürs Krankenhaus

Ein schier unglaubliches Possenspiel läuft derzeit in Österreich ab:
Ein seit 42 Jahren an MS erkrankter Rollstuhlfahrer darf nicht ins Krankenhaus, weil er den Mit-PatientInnen nicht zumutbar sei.

Karl Wirnsberger aus Hochburg-Ach darf aus "Rücksicht auf die Psychohygiene von neu erkrankten MS-Patienten" nicht ins Krankenhaus.

Die genaue Begründung lautet:
Bei der gleichmäßigen Durchmischung der Station mit Patienten verschiedenster Krankheitsverläufen und verschiedensten Behinderungsgraden spielt die Psychohygiene ein wichtige Rolle. Es kann z.B. für einen neu erkrankten MS-Patienten mit nur geringen Ausfällen sehr schwierig sein, als einziger unter Rollstuhlfahrern und bettlägerigen MS-Betroffenen vier Wochen gemeinsam auf einer Station zu verbringen.
Natürlich ist das eine menschliche Tragödie und ein Beweis dafür, wie sehr unsere Gesellschaft damit zu kämpfen hat, menschliches Leid zu teilen. Auf der anderen Seite ist es auch ein Hinweis für alle, die "schon lange dabei sind":
Als "MS-Routinier" hat man auch eine gewisse Verantwortung, die eigene Verbitterheit nicht jedem "Newbie" aufs Auge zu drücken.

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