MS-Simulator von Biogen Idec

Welcher gesunde Mensch kann schon nachfühlen, wie es einem Multiple Sklerose-Patienten geht und wie es sich anfühlt, an den klassischen MS-Symptomen zu leiden? Um zu verdeutlichen, wie dringend an effizienten Behandlungsformen geforscht werden muss, hat Biogen Idec nun vier MS-Simulatoren entwickelt.

Zwei der Simulatoren stellen ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium dar, die zwei anderen sollen kürzlich diagnostizierte Patienten darstellen. Die Entwicklung dauerte ca. ein halbes Jahr und "war nicht billig".
So fällt einem Tester eine Tasse aus der Hand, statt durch MS-Symptome eben durch einen Ruck eines befestigten Kabels ausgelöst. Parallel wird im Simulator ein Video gezeigt, das verminderte Sehkraft simuliert.

Nur ein Gefühl kann nicht wiedergegeben werden:
Sobald das Video stoppt, enden auch die Symptome für Tester im Simulator -- im Unterschied zu "echten" Patienten, deren Symptome bisher durch keine Medikation effektiv gelindert werden können.

Kommentare


Das klingt ehrlich gesagt ziemlich schwachsinnig.

#1 7. Mai 2007 (Antwort)

Simulierter

Naja, sowohl die verlinkte Bloggerin als auch andere Aussagen deuten eher darauf hin, dass viele, die beruflich oder privat mit MS zu tun haben, es wertvoll fänden, einmal nachzuvollziehen, wie das denn so ist.

Eben nur so, dass man es auch wieder abschalten kann. Simuliert eben.

Und der Pharma-Hersteller Biogen erreicht hier genau das, worum es Ihnen geht: Aufmerksamkeit (= Werbung)

#1.1 7. Mai 2007 (Antwort)

Achim Schlemmer

Surely. Aber was ich mit meinem Beitrag meinte: Ich bezweifle, dass der Simulator einem tatsächlich ein realistisches als-ob-Gefühl vermitteln kann. Ich vermute vielmehr, dass es sich so anfühlt, als würde einem einer die Tasse mithilfe einer Schnur aus der Hand reißen. Letztendlich hat man aber noch die totale Kontrolle.

#1.1.1 8. Mai 2007 (Antwort)

Simulierter

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