Neuronale Plastizität: Sich selbst reparierende Schäden im Gehirn

"Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Eigenschaften zu verändern." (Wikipedia)

Neueste Erkenntnisse aus der Psychiatrie zu Reparatur-Prozessen von Schäden im Gehirn beschreibt die FAZ im Ressort "Forschung und Lehre", auch die Multiple Sklerose wird aufgegriffen:


Doch wieso reichen die "neuroplastischen" Kapazitäten des Gehirns nicht aus, etwa einwirkende Störfaktoren zu kompensieren? Wir wissen heute aus der neurologischen Forschung, dass beispielsweise bei Schlaganfällen oder der multiplen Sklerose erhebliche Reorganisationsprozesse des Gehirns angestoßen werden, die die Störung mehr oder minder gut kompensieren helfen. Dass dies nicht immer gelingt, hängt unter anderem von Ort, Art und Schwere der Störungswirkung ab. Dabei dürften auch genetische Faktoren ins Spiel kommen, die eine konstitutionell mehr oder minder ausgeprägte Kompensationsfähigkeit determinieren.

Wie lassen sich diese Kompensationen stimulieren? Sind dies die psychisch-sozialen Bedingungen, die hier als Motor dienen? Wenn die Reparatur schneller voranschreiten würde als die Verschlechterungen durch eine aktive MS, ließe sich dann die Multiple Sklerose quasi "überholen"?

Kommentare


Der Begriff der Neuroplastizität ist ziemlich assoziationsstark. Kaum fällt das Wörtlein, bricht sogleich ein Hirnsturm aus, der seinen Psycho-Fallout bis ins hinterste Eckchen der Orgon-Kiste weht. Hohe Zeit, vom gefühlig Geglaubten zum Beobachtbaren zu kommen. Ich habe mir dazu vor einger Zeit meine Gedanken gemacht: Neuroplastiker bei der Arbeit
Grüße

#1 22. November 2008 (Antwort)

Alex O.

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