Ärzte bekommen für Privatpatienten doppelt so viel wie für gesetzlich Versicherte

Ärzte bekommen für Privatpatienten doppelt so viel wie für gesetzlich Versicherte.
Deshalb also bekommt ein privat versicherter Patient binnen einer Woche einen Termin beim Radiologen, während gesetzlich Versicherte in der gleichen Facharzt-Praxis mehrere Monate auf einen Termin warten müssen?

Eine neue Untersuchung von Gesundheitsökonomen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung fördert zutage, was jeder Patient sich schon gedacht hat:
Massive Anreize für die bevorzugte Behandlung von Privatpatienten
Bei der Privatversicherung dürfen Ärzte bis zum 3,5-Fachen des Gebührensatzes für gesetzlich Versicherte veranschlagen.
Als vorbildlich werden die Niederlande genannt, welche in der 80er Jahren die Vergütungen beider Systeme anglichen.
Allerdings
würde eine Angleichung die GKV und ihre Versicherten finanziell belasten - mit etwa 3,2 Milliarden Euro. Das entspricht in etwa [einem Plus von] 0,34 Beitragssatzpunkten.

Kommentare


Und ein weiterer unangenehmer (weil Geld und Zeit verschwendender) Aspekt: Die Ärzte drücken den Privatpatienten sämtliche nur erdenkliche Behandlungsmethoden auf. Während man beim GK-Versicherten durchaus erst mal beobachtet, werde ich als Privatversicherter umgehend geröntgt (weil es ganz dringend notwendig ist), zum Radiologen geschickt (man könnte was Wichtiges sehen) und soll auf jeden Fall am Montag noch mal kommen, zur Kontrolle.

Fazit: Das System mit den privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen ist eine einzige Idiotie.

#1 16. Mai 2008 (Antwort)

Aldo

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